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Räume der Töste Realschule sollen frei werden

In der aktuellen Situation gibt es nun noch eine weitere wichtige Entwicklung am Schulstandort Poststraße: Der Landkreis plant in nächster Zeit die beiden Realschulen in Tostedt wieder zusammenzulegen, dadurch würden die Gebäude der Töste Realschule in der Poststraße (direkt neben der Grundschule) frei werden (8 Klassenräume, 4 Fachräume). Diese Räume sind gerade erst energetisch saniert worden und gehören der Samtgemeinde.

Alternativen prüfen

Daher erscheint die Prüfung von zwei Alternativen dringend geboten:

  1. Nutzung der Räume der Töste Realschule während des Neubaus einer dreizügigen Grundschule: In diesem Fall könnte der Schulbetrieb in die freigewordenen Räume umziehen. Dann könnte die bisherige Grundschule zunächst komplett abgerissen werden. Der Neubau könnte nun optimal auf dem freien Gelände platziert werden, so dass auch für die gesamte Verkehrssituation eine deutlich bessere Lösung erreicht werden könnte. Insbesondere würden bei dieser Lösung die Kinder während der Bauphase erheblich weniger belastet werden.
  2. Umwandlung der Räume der Töste Realschule zur Grundschule: Es wäre zu prüfen wie ein modernes Raumprogramm für eine Grundschule, das auch eine Ganztagsschule ermöglicht, realisiert werden kann. Da die Räume gerade erst energetisch saniert wurden, sollte die Bausubstanz qualitativ geeignet sein. Diese Variante würde zudem den erheblichen Vorteil haben, dass zwischen dem Kindergarten und der Grundschule eine große Freifläche entstehen würde. Neben einer Lösung der Verkehrsprobleme könnte insbesondere für die Kinder ein großzügiger Außenbereich geschaffen werden.

Bei beiden Varianten könnte gegenüber dem zur Zeit geplanten Bau einer vierzügigen Grundschule mit geschätzten Kosten von 5,5 Mio. € in erheblichem Umfang Gelder eingespart werden. Neben einer Rückführung der Verschuldung wären in diesem Fall sicherlich auch ausreichend Mittel um Investitionen in anderen Schulen zu tätigen, so fehlt z.B. in Todtglüsingen noch eine Mensa für das Mittagessen.

Die Samtgemeindeverwaltung will bisher keine Prüfung der Alternativen und argumentiert im wesentlichen folgendermaßen:

  • Die vierzügige Grundschule soll in Bauabschnitten gebaut werden. Nach der Fertigstellung der ersten Hälfte könne immer noch in eine dreizügige Grundschule umgeplant werden.
  • Die Samtgemeinde ist Schulträger der Hauptschule, die zur Zeit 4 Miet-Container aufgestellt hat. Die Hauptschule könne daher in die freiwerdenden Räume der Töste Realschule ziehen, so dass hier kein Leerstand entstehen würde.

Beide Argumente sind aber nicht zutreffend:

  • Wenn sowieso nur eine dreizügige Grundschule gebraucht wird, dann ist es günstiger, wenn diese von Anfang an so geplant wird, als wenn nach der Fertigstellung eines Teils eine Umplanung für den Rest erfolgt. Die ungünstige Platzierung der Schule, so nah an dem Kindergarten, wäre nicht nötig, wenn bereits jetzt nur eine Dreizügigkeit geplant würde.
  • Die Verlagerung der Hauptschule in die Räume der Töste Realschule scheitert schon daran, dass nicht ausreichend Räume zur Verfügung stehen würden. Zudem war bei der damaligen Verlagerung der Hauptschule von der Poststraße zum Standort der weiterführenden Schulen ein wichtiges Argument, dass es psychologisch nicht gut sei, wenn die Hauptschüler beim Standort der Grundschüler bleiben, während alle anderen Schüler den Standort wechseln. Schließlich steht die Diskussion um die "Oberschule" an, diese würde eine Zusammenlegung der Hauptschule mit der Realschule bedeuten.

Es spricht vieles dafür, dass bereits die Umsetzung des ersten Bauabschnitts der Grundschule dazu führen wird, dass für viel Geld Überkapazitäten geschaffen werden und für die Räume der Töste Realschule und wahrscheinlich auch die Diekhofschule keine sinnvolle Verwendung gegeben sein wird.